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DWD400 > AKTUELL 03.12.21 22:09l 39 Lines 2533 Bytes #999 (1) @ EU1BOX
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Aktuelle Erkenntnisse in der Kriminalität gegenüber älteren Menschen
Landkreis Holzminden (red). Welche Tricks nutzen Gauner, um ältere Menschen
am Telefon um ihr Hab und Gut zu bringen? Das Seniorenservicebüro des
Landkreises Holzminden bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen zu
diesem wichtigen Thema an. Auf Einladung von Silvia Kieven und Elke Wünsche
trafen sich jüngst wieder zahlreiche Interessierte im Holzmindener
Kulturzentrum äDrehscheibe“, um sich intensiv über aktuelle
Kriminalitätsformen aufklären zu lassen. Als Referent konnte
Polizeihauptkommissar Christian Rusniok gewonnen werden, der in spannender
Weise über aktuelle Erkenntnisse zur Kriminalität gegenüber älteren Menschen
berichtete.
Rusniok informierte die Anwesenden über den noch immer häufig
funktionierenden äEnkeltrick“, aber auch über eine neuere Betrugsmasche, bei
der sich Betrüger am Telefon als Polizeibeamte, Rechtsanwälte oder andere
Amtspersonen ausgeben. Dabei erscheint dann die Rufnummer örtlicher
Polizeidienststellen oder gar die 110 mit einer Ortsvorwahl im
Telefondisplay. Die Täter nutzen darüber hinaus Namen von real existierenden
Personen, um ihre Geschichte noch glaubwürdiger wirken zu lassen. Die Opfer
werden in lange Telefonate verwickelt, um mit überzeugenden Geschichten deren
Vertrauen zu gewinnen. Anschließend werden die Angerufenen dann aufgefordert,
Wertgegenstände und Bargeld zum eigenen Schutz an einen äKollegen“ zu
übergeben. äWer einen solchen Anruf erhält, sollte niemals die eigenen
Personalien herausgeben“, machte Polizeihauptkommissar Rusniok deutlich.
Besser sei es, aufzulegen und die örtliche Polizeibehörde anrufen, um den
Sachverhalt genau zu schildern.
Im Laufe des gesamten Vortrages wurde erneut deutlich: Egal ob am Telefon, an
der Haustür, im Internet oder per Post, die Betrüger sind geschult, erfinden
immer neue Betrugsmaschen und nutzen die Rechtschaffenheit und Gutgläubigkeit
der Bürger*innen gezielt aus. Umso wichtiger ist es, diese betrügerischen
Vorgehensweisen der Öffentlichkeit bewusst zu machen, waren sich alle
Anwesenden einig. Zwischen allen Besuchern entwickelte sich ein lebhafter
Austausch über praktische, verhaltensorientierte Ratschläge und Hilfen.
äZiel einer jeden Prävention muss es sein, ältere Menschen vor Kriminalität
zu schützen und deren Lebensqualität durch eine Verbesserung des
Sicherheitsgefühls zu steigern“, ermunterte Elke Wünsche die Anwesenden, die
gewonnen Kenntnisse als Multiplikatoren in die Welt zu tragen. /ex
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